Betriebsausflug 2022

Betriebsausflug 2022 nach Nordhausen

 

Es war wieder soweit am 03.09.2022, unser alljährlicher Betriebsausflug startete.

Bei Nordhausen denkt man meistens nur den Nordhäuser Doppelkorn, aber wir wurden eines Besseren belehrt.

Los ging es 7:30 Uhr in Kahla mit unserem altbekannten und bewährten Reiseunternehmen Busways GmbH. In Jena wurden die letzten Kollegen eingesammelt und vollzählig ging es weiter. Der morgendliche Kaffee im Bus duftete schon und so steuerten wir nach kurzer Zeit schon einen Parkplatz für die Kaffeepause an. Pünktlich 9:30 standen wir vor dem IFA-Museum in Nordhausen.

Mit einem kleinen Film wurden wird in die Geschichte der IFA-Motorenwerke eingeführt. Von der Gründung der Fa. Gerlach & König 1905, über die mehrere Verkäufe und Umbenennungen, hin zur Enteignung 1935 und der Produktion von Panzermotoren für den 2. Weltkrieg bis zur Umwandlung 1948 in einen Volkseigen Betrieb, VEB Schleppwerke Nordhausen. Hier wurde der legendäre Traktor „Brockenhexe“ entwickelt und gebaut und es fanden hier zahlreiche Entwicklungen statt mit über 4.300 Beschäftigten. 1990 wurde aus dem VEB Betrieb eine GmbH „VEB IFA Motorenwerke Nordhausen GmbH“, leider wurde 1991 das Unternehmen durch die Treuhand abgewickelt und Privatisiert mit nur noch 110 Beschäftigten weitergeführt.

1997 war das endgültige aus für das Unternehmen. Aber damit gaben sich damalige Mitarbeiter nicht zufrieden und gründeten das IFA-Museum. Zahlreiche Modelle an Traktoren, Motoren und Ersatzteilen konnten wir in der Ausstellung bewundern und viel der Kollegen kannten noch die alte Technik.

So viele Eindrücke und Informationen machen natürlich hungrig.

In der Gaststätte „Zum Socken“ haben wir uns bei typisch thüringischer Küche gestärkt für den Rest des Tages. Ob klassisch, Thüringer Klöße mit Roulade, Wildgulasch, Schnitzel oder Fisch, jeder kam auf seine Kosten. Auch das süße Dessert durfte natürlich nicht fehlen. Dazu ein Bierchen und eine Verdauungsschnaps und schon waren alle wieder fit für das nächste Event.

Der Tabakspeicher war unser nächstes Ziel. Erste Informationen erhielten wir in Räumlichkeiten, die an eine Konsumverkaufsstelle vor 40 Jahren erinnerten.

Das Gebäude war allerdings schon 1712 als Lager für Rohtabak erbaut worden. Im Museum erlebten wir aufspannende Weise Handwerks-/ Industriegeschichte. Viele Kollegen konnten sich noch an einige Gewerke gut erinnern, jüngere Kollegen staunten über den Erfindergeist der vergangenen Generation.

Kaffeerösterei, waschen mit Waschbrett im Holzbottichen, altes Schusterhandwerk, die Herstellung von bedruckten Tapeten und vieles mehr wurde uns eindrucksvoll präsentiert.

Und was natürlich in Nordhausen nicht fehlen darf, ist eine Schnapsverkostung. Wir verkosteten den klassischen Nordhäuser Doppelkorn, einem Nuss- und Fruchtlikör. Jeder fand seinen Favoriten und es wurden auch einige Flaschen mit nach Hause genommen.

Danach hieß es warten, warten auf unsere Stadtführung, aber wir warteten vergeblich. Scheinbar hatte man uns vergessen, so machten wir uns auf eigene Faust auf den Weg.

In „Schenke`s Stübchen“ ließen wir uns noch einmal nieder. Tische wurden zusammengeschoben und Stühle gerückt, damit wir alle zusammen an einer Tafel sitzen konnten. Der Wirt war super nett und flink und füllte schnell die Gläser. Auch Kaffee und Eis war mit dabei, so verbrachten wir eine schöne Zeit.

Der Weg zum Bus der war nicht weit und pünktlich 18:00 Uhr ging es wieder Heim. Der letzte Schnaps aus der Verkostung wurde noch gelehrt und dann wurde es auch etwas ruhiger im Bus.

Fazit des Tages, auch wenn nicht alles nach Plan läuft, sollte man immer das Beste daraus machen. Nach dem Betriebsausflug ist vor dem Betriebsausflug und so sind wir gespannt wo uns die Reise im nächsten Jahr hinführt.

 

 

Individualität in Beton